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Für Unfall-Patienten das Optimum – Quelle: https://www.svz.de/18267941 ©2017

Plau am See, den 08.11.2017

Jedes Jahr werden in der Unfallchirurgie am MediClin Krankenhaus Plau am See mittlerweile weit über eintausend Unfallpatienten medizinisch versorgt. Nach Verkehrs- und Arbeitsunfällen genauso wie nach Unfällen im Haushalt. 43 Patienten waren 2016 „Schwerstfälle“.

Zur flächendeckenden Standardisierung, Sicherung der Behandlungsqualität und Optimierung der Behandlung schwerverletzter Patienten hatte die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) 2006 das Projekt Trauma-Netzwerk DGU ins Leben gerufen. Trauma-Zentren sollen die interdisziplinäre und klinikübergreifende Versorgung der Schwerverletzten verbessern. Dabei sind lokale, regionale und überregionale Zentren zu Trauma-Netzwerken zusammengeschlossen und kooperieren sowohl untereinander als auch mit den Rettungsdiensten.

Seit mehreren Jahren ist auch die Plauer Klinik Trauma-Zentrum, genauer gesagt „lokales TraumaZentrum“. Jetzt erhielt das MediClin die Zertifizierung „regionales TraumaZentrum“.

„Wir hatten uns für die neue Einstufung beworben, da wir es für sinnvoll erachten, die geforderten Qualitätsziele zu erreichen“, sagt Dr. med. Thomas M. Hirsch, Chefarzt Orthopädie, Rheumatologie, Unfall- und Handchirurgie. Wie immer bei Klinik-Zertifizierungen erfolgte auch hier ein Audit. Ein solcher untersucht, ob Prozesse, Anforderungen und Richtlinien die geforderten Standards erfüllen. Hier erfolgte das Audit durch die DGU. Einen ganzen Tag lang wurde dafür die Klinik von Dr. Hirsch sprichwörtlich „auf links gedreht“. „Jede Menge Kriterien wurden zur Bewertung herangezogen“, so der Chefarzt. Ein grundsätzliches zuerst. Denn um überhaupt Anwärter auf den Status TraumaZentrum zu werden, braucht es eine Mindestanzahl an Patienten. Da die in der Plauer Unfallklinik stabil weit über eintausend liegt, empfahl sich das Haus ohnehin für das Netzwerk. Auch bei der Verletzungsschwere der behandelten Patienten erfüllt das Team um Chefarzt Thomas Hirsch den DGU-Kriterienkatalog. Ausgewählte statistische Daten waren schon im Vorwege beim Plauer MediClin angefordert und geprüft worden. Vor Ort nahmen die Auditoren dann alles unter die Lupe, was mit den Organisationsstrukturen zu tun hat. Direkt und indirekt. „Anzahl und Qualifizierung des Personals, Medizintechnik, angewendete Verfahren, Behandlungsräume, Effizienz der Wege…“, zählt Hirsch auf. Seit sieben Jahren ist der Güstrower am Plauer Krankenhaus tätig und ein Verfechter der Qualitätsoffensive im medizinischen Bereich: „Dass wir nun berechtigt sind, uns regionales Trauma-Zentrum zu nennen, freut mich. Mit diesem offiziellen Titel wird unsere Arbeit gewürdigt.“ – Quelle: https://www.svz.de/18267941 ©2017