Schriftgröße:
normale Schrift einschaltengroße Schrift einschaltensehr große Schrift einschalten
 
Link verschicken   Drucken
 

Gütesiegel für Plauer Krankenhaus – Quelle: https://www.svz.de/19275081 ©2018

Plau am See, den 08.03.2018

„Endo-Prothetik-Zentrum der Maximalversorgung“ darf sich die Klinik für Orthopädie, Rheumatologie, Unfall- und Handchirurgie am Plauer Mediclin seit November 2014 nennen. Damals hatte sie erstmals die dafür notwendige Zertifizierung bestanden. Ähnlich jedoch wie in der Fahrzeugbranche der Tüv müssen zertifizierte Kliniken bei „kleinen“ Prüfungen jährlich und beim großen „Check“ alle drei Jahre nachweisen, dass sie die wissenschaftlich belegbaren Vorgaben für eine sichere und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Patienten beim künstlichen Gelenkersatz erfüllen.

„Wir haben bestanden und damit die Rezertifizierung von Endocert erhalten“, freut sich Dr. Thomas Hirsch, Chefarzt der Orthopädie, Unfallchirurgie, Rheumatologie und Handchirurgie im Plauer Mediclin für seine Klinik und seine Mannschaft. Ein Auditoren-Team bestehend aus Experten drehte zwei volle Tage in der Klinik buchstäblich alles auf links. Hirsch und seine Leute kennen das. Ein Jahr lang hatten sie sich auf ihre erste Zertifizierung 2014 vorbereitet und das anschließende Audit mit Bravour bestanden. Zwei Tage dauert es. Behandlung, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Narkose, Röntgen, Physiotherapie, Diagnostik, Patienten- , Ärzte-, Schwesterngespräche. Das volle Programm. Das zweite Audit – nach drei Jahren wieder fällig geworden – war im Herbst. Ihre (Re-) Zertifizierungsurkunde erhielt die Plauer Klinik jetzt.

„Federführend beim gesamten Verfahren ist die Uni Rostock“, erklärt Dr. Hirsch. Eine Kommission aus Fachleuten hat in den letzten Monaten sämtliche Plauer Daten gesichtet und ausgewertet. „Allein aufgrund dieses Zeitraums kann man ermessen, welche Umfänge die Zertifizierung hat“, sagt der Klinik-Chef und weiß um die Bedeutung der Zertifizierung für seine Klinik. Die führt natürlich sämtliche konservative als auch operative Eingriffe am menschlichen Stützapparat durch. Die Zertifizierung beschränkt sich auf Eingriffe an Hüft- und Kniegelenken. „Und garantiert, dass diese mit einer hohen Ergebnisqualität erfolgen“, sagt der Chefarzt und setzt hinzu: „Für unsere Patienten sind exzellente Ergebnisse bei der Endoprothetik – der operative Einsatz von Implantaten, die dauerhaft im Körper verbleiben und den geschädigten Körperteil ganz oder teilweise ersetzen – natürlich das allerwichtigste. Doch auch für uns Ärzte, Schwestern und Therapeuten ist es von großem Vorteil, dass wir uns tagtäglich an den hohen, erreichten Standards orientieren können.“

 

Seit der Zertifizierung 2014 verzeichnet die Plauer Orthopädieklinik einen Anstieg bei den Endoprothetik-Patienten. Auf Nachfrage sei es vielfach Mundpropaganda, zunehmend aber auch gezielte Recherche im Internet, die die Patienten nach Plau führen. Und für die hat Dr. Thomas Hirsch noch eine gute Nachricht: „Seit September 2017 können wir mit einem neuen Knie-System arbeiten, bei dem die USA und die Berliner Charité federführend sind und mit dem sie bereits in der Einführungsphase sehr gute Ergebnisse erzielt haben.“ Selbstverständlich sei die Anwendung des neuentwickelten Implantates vor allem wegen seiner höheren Kosten nicht. Die kaufmännische Geschäftsführung am Plauer Mediclin trägt jedoch die medizinisch indizierten Entscheidungen.

– Quelle: https://www.svz.de/19275081 ©2018