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Nordtangente liegt gut im Zeitplan – Quelle: https://www.svz.de/18456186 ©2017

Plau am See, den 30.11.2017

Tourismus funktioniert im Luftkurort immer. Selbst (oder gerade) Baustellentourismus.  Vielen Plauern hat es in diesen Tagen   insbesondere die  Ortsumgehung angetan. Tatsächlich interessieren sich  viele Einheimische  für den Baufortschritt an der „Nordtangente“.  Was  logisch ist.  Immerhin haben sie   – angeführt  von der  Bürgerinitiative „Lkw - Schwer- und Fernlastverkehr raus aus unserem Luftkurort Plau am See“  – seit  der Wende für den Bau gekämpft.  Das wohl größte Interesse zieht seit dem ersten Spatenstich  im März  die Brückenbaustelle  an der  Elde auf sich. Und hier läuft’s:  Nachdem bereits  im September die  Träger   für den eigentlichen Brückenkörper   montiert wurden,   ist jetzt auch das Traggerüst fertig, der Überbau eingeschalt  und  die Spannbewehrung eingebaut. „Schon in der kommenden  Woche, voraussichtlich am Mittwoch, soll der Überbau betoniert werden. Dazu  müssen 980 Kubikmeter Beton   eingebaut werden“, kündigt Dr. Thorsten Uhlig, Dezernent  im Straßenbauamt Schwerin (StBA), an.   Die Betonmischer werden   die Brückenbaustelle zwar nicht im Minutentakt anfahren. „Doch da der Beton kontinuierlich eingebracht werden muss, wird  eine Menge los sein auf der Straße“,  weiß  Uhlig. Um den Termin 6.12.  zu halten,  haben die Mitarbeiter der Brückenbaufirma Matthäi in den vergangenen Tagen 43 Tonnen Spannstahl und 167 Tonnen Bewehrungsstahl  verbaut.

Knapp zwei Kilometer  weiter  wächst  das zweite Bauwerk der Nordtangente: Die Brücke über die Bahn.  Hier sind inzwischen  beide Fundamente für die Widerlager fertig. Das  auf der Kreiselseite  wird gerade eingeschalt und bewehrt und soll am 15. Dezember betoniert werden.      Den Kreisel an der B103-Einbindung hat  die Verkehrsbehörde gestern abgenommen.  Für den Verkehr freigegeben werden soll der Kreisel, sobald die Markierung  aufgebracht  ist. „Wir rechnen eigentlich damit, dass das heute der Fall sein wird“, so Uhlig, der weiß, dass dafür das Wetter mitspielen muss. Wie auch beim  Aufbringen der Asphalttragschicht. „50. oder 51. Kalenderwoche sind dafür  vorgesehen“, sagt der Dezernent. „Allerdings  sei man hier  nicht nur vom Wetter  abhängig, sondern auch von der Kapazität der Baufirma. Die Vorarbeiten sind soweit abgeschlossen, das heißt, die komplette Strecke ist bis Oberkante Schotterbankett fertig. „Heißt also Daumen drücken“,  sagt Uhlig und  gibt sich zuversichtlich. „Wir liegen im Zeitplan, und wenn’s weiter so gut läuft, kann spätestens  Ende Dezember 2018 der Verkehr  auf der Nordtangente rollen.“

– Quelle: https://www.svz.de/18456186 ©2017